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Air Travel

Familenzusammenfuehrung im Ausland

overcast 19 °C

Familienzusammenführung im Ausland
3. November 2007

Mit etwas Verspätung landeten wir um 6:45 Uhr Ortszeit am Sydney International Airport. Zuerst mussten wir mal in das Land einreisen - würden wir ja gerne, aber eine lange Schlange hinderte uns vorerst an diesem Vorhaben. Wir mussten uns in Geduld üben, bis wir uns zu den Bediensteten der Einwanderungsbehörde vorgearbeitet hatten. Ich ging vor und wartete, bis alle anderen 6 wirklich den Einwanderungsprozess durchlebt hatten. Peter hatte ja etwas Angst, da er in Zürich beim Einchecken Schwierigkeiten hatte. Sie wollten ihn erstmal garnicht starten lassen - Australier kennen das Umlaut A nicht, aber schliesslich konnte er das doch irgendwie regeln. In Sydney gab es dafür bei der Einwanderungsbehörde keine Probleme, wohl aber mit Peters und meiner Schokolade beim Zoll. Nachdem unsere Koffer die Schnüffelhunde überstanden hatten, wurden sie von den Schnüöelnnasen des X-Rays abgefangen. Aber wir durften unsere Schokolade, die wir als Souvenier und nicht als Lebensmittel deklariert hatten schliesslich doch behalten. Quarantaineuntersuchung nennt sich dies. Alle Lebensmittel werden vernichtet, damit keine Krankheiten eingeschleppt werden koennen.

Nun konnten wir das Land endlich betreten. Dann tauchte schon Elfriedes Tochter mit Familie vor uns auf und dann auch meine Kusine mit ihrem Freund. Familenzusammenführung im Ausland ist wirklich ein Erlebnis. Es ist einfach toll, in einem Land erwartet zu werden. Mit Petra tauschten wir sofort Adressen und Telefonnummern aus, denn auch sie wollten wir einmal besuchen. Von Elfriede verabschiedeten wir uns wehmütig. Ihr Lachen und ihren berühmten Schnellgang würden wir vermissen! Aber einen Teil der Rundreise würde sie ja mitmachen und nach ein paar Tagen gibt es dann ein Wiedersehen. In der Zwischenzeit weiss ich, dass sie gut in ihrem Domizil angekommen ist und im Gegensatz zu uns schon 2 Stunden geschlafen hat.

Wir wollten mit Eva und Stefan sofort in unser Hostel fahren, um unsere Gepäck loszuwerden. Vorher mussten wir noch eine endllos lange Schlange von Menschen überwinden, die auch ein Taxi in die Stadt wollten. Dann waren endlich wir an der Reihe, aber ein Taxi für 8 Personen musste erst herbeigeholt werden. Die Fahrt in die Stadt dauerte dann etwa nur 15 Minuten. Wir stiegen vor dem YHA Sydney Central aus. Leider konnten wir die Zimmer erst nach 12:00 Uhr beziehen. Unsere Koffer wanderten allerdings in Schliessfächer und wir wieder in die Stadt. Da es leicht regnete und alle Hunger hatten, beschlossen wir etwas Essen zu gehen.

Entlang der George Street gibt es die verschiedensten Lokale und Stefan führte uns in eine nette Kneippe, in der jeder etwas nach seinem Geschmack fand. Frisch gestärkt gingen wir weiter. In Darling Harbour blühten die Jacarandabäöe im schoensten lila und ihr Anblick vertrieb die Müdigkeit der Fotografen. Dann war das Sydney Aquarium unser Ziel. Wir tauchten hier in die Unterwasserwelt Australiens ein, besuchten das Grosse Barriere Reef und die Haie schwammen über unsere Köpfe hinweg. War eine ganz interessante Erfahrung.

Dann kam allerdings eine gewisse Müdigkeit auf. Auf den Weg zurück in die Jugendherberge kauften wir noch eine SIM-Karte und jetzt bin ich auch in Australien zum Anruf bereit. Nachdem wir die Keycards für unsere Zimmer erhalten hatten, nahmen wir unser Desinfektionsmittel ein. Dann nichts wie schnell in die Sauna und ins Schwimmbad. Wir wohnen nämlich in einer 5 Sterne Jugendherberge! Nach einem kurzen Nickerchen sind wir wieder startklar. Ein Besuch bei Eva und Stefan stehen am Programm. Vielleicht meldet sich dann auch unser Magen wieder!

Mit dem Stadtplan gerüstet ging es dann etwa eine halbe Stunde zu Fuss in das sehr alte, sehenswerte und sehr nette Glebe Viertel. Nach kurzer Zeit fanden wir das Haus mit dem Balkon in New Orleans Style, was typisch für diese Gegend ist. Stefan öffnete uns die Türe und wir besichtigten die Einzimmer-Wohnung. Eva war überrascht, dass Verena nicht mitgekommen war. Eigentlich hatte sie mit ihr gerrechnet und erwartet, dass andere fehlen würden. Aber der Jetlag sucht sich seine Opfer selbst aus.

In dem urigen Lokal mit dem herrlichen Namen OTTO speissten wir dann genüsslich. Die gemütliche Runde löste sich gerade zu der Zeit auf, als ein Wolkenbruch über Sydney niederging. Wasser strömte aus allen Richtungen und wir entschlossen uns, keinen Verdauungsspaziergang mehr zu machen, sondern in den Bus zu steigen, vor der Jugendherberge auszusteigen und so halbwegs trocken das Bett zu erreichen. Na dann, gute Nacht!

Posted by Fegoesoz 22:47 Archived in Air Travel | Australia Comments (0)

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Alter Rasenmaeher

overcast 26 °C

Alter Rasenmäher
1. und 2. November 2007

Unsere Taxis standen alle wie bestellt vor der Tür. Nur mehr Kofferladen und ab geht die Post. Am Flughafen Klagenfurt war der Gate noch nicht zum Einchecken offen, aber Hertha rief wieder die bewährte Nummer an und eine Dame ging gleich an die Arbeit. Leider konnten wir nur die Koffer nach Sydney durchchecken, uns aber nicht. Da die Quantas nicht in der Starallienz Gruppe ist, kann die AUA nicht auf ihr System zugreifen. Ich rief Peter sofort an und sagte ihm, dass wir gemeinsam in Frankfurt dann einchecken würden.

Danach tranken wir noch einen Schluck im Airport Restaurant mit allen, die zum Abschied gekommen waren und das waren viele! Das hat uns riesig gefreut.

Pünktlich um 18:20 ging es von Klagenfurt aus mit dem alten Rasenmäher (Seppis Bezeichnung für die Propellermaschine) los. Nach dem Labyrithgang in Frankfurt fanden wir unseren Weg zur Skyline für Terminal 2, Gate E und auch unseren Peter. Die Leute der Quantas würden erst auftauchen und dann könnten wir unsere Sitzplätze ergattern. Leider war die Maschine ausgebucht und wir waren froh, dass Seppi, Ute, Verena und ich in der vorletzten Reihe gemeinsam Plätze bekamen, Hertha und Elfriede gemeinsam sassen und Peter in ihrer Nähe unter ihrer Kontrolle stand.

Bald waren wir in unsere Sitze gepfärcht, eben wie in einem Viehtransporter. Dann ging es los über den Wolken. Bequem aber nicht schön - hieß die Divise. Ganz gleich - in unseren Trainingsanzügen fühlten wir uns wohl. Planmässiger Abflug um 23:30 Uhr konnte eingehalten werden. Die Boeing 747-400 hob pünktlich um 23:30 Uhr Richtung Singapore ab. Die 11.000 km sollten in etwa 12,5 Stunden bewältigt werden. Nach eineinhalb Stunden gab es bereits das erste Mal ein Abendessen. Auf der Menuekarte konnte man sich zwischen Schweinemedallions mit Püree und Kraut und Huhn mit Elby entscheiden. Die Route ging über Prag (also nicht mehr über Kärnten) Kiew und die Krim in den Golf von Bengali eigentlich immer den Tag entgegen. Wir sahen nichts davon, da alle Rollläden heruntergelassen werden mussten, damit die Leute ihren österreichischen Schlaf geniessen konnten. Auch uns fielen irgendwann die Augen zu. Hertha und Elfriede jedoch blieben munter und beoachteten auf ihren nächtlichen Pirschgängen mit Vergnügen, wie wir so dahinschlummerten. Gut eingepackt in Decken und mit Kapuzzen und Kappen gegen die Lüftung geschützt, schliefen wir bis zum Frühstück. Sogar hier hatte man die Wahl zwischen Kontinental Breakfast und warmen Eierfrühstück.

Mit der Zeit kennen wir uns nicht so richtig aus. Nachdem wir den Golf von Bengali und Puket überquert hatten, landeten wir um 18:45 Uhr in Singapore zwischen. Der Flughafen ist wunderschön. Überall blühen die Orchideen. Wir haben nur ein Problem, wir haben kein Geld, um Etwas zu trinken. Hoffentlich nehmen sie wenigstens unsere Karten. Wir müssen auf die Air France warten und haben deshalb etwa 40 Minuten Verspätung. Weiter geht es um 20:25 Uhr welcher Zeit auch immer. Deshalb genehmigen wir uns in einer Bar mit toller Livemusik einen Martini. Hertha und Elfriede waren so richtig zum Tanzen aufgelegt und wurden von der Sängerin zum Weitermachen mit dem Spruch aufgefordert: Baby shake what Moma gave you!

Lieder mussten wir dann doch zum Flieger. Bei Regen hoben wir um 20:25 Uhr Ortszeit von Singapore ab, um die nächsten 5,5 Stunden im Flugzeug zu verbringen. In der Zwischenzeit ist es wieder finster geworden. Komisch den Morgen nochmals zu erleben. Wir flogen ja wieder dem Sonnenaufgang entgegen. Wieder gab es ein Abendessen. Etwa 6.000 km konnten wir wieder verschlafen. Über dem Indischen Ozean war es finster, über Denpasar genauso. Es wurde auch nicht hell, als wir den Australischen Kontinent erreichten und wir südlich von Alice Springs weiterflogen. Erst kurz vor Sydney wurde es etwas hell und die Sonne ging über einem Meer von Wolken auf. Diese hüllten sich genauso um Sydney, wie die graue Wolle unserer Decken uns in unseren Sitzen einhüllten.

Guten Weiterflug

Posted by Fegoesoz 03:07 Archived in Air Travel | Australia Comments (0)

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