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Im Sonnenstudio

sunny 31 °C

Im Sonnenstudio
28. November 2007

Was war das? Ein Sonnenstrahl hatte mich gekitzelt. Es war Zeit, aufzustehen und das schöne Wetter zu genießen. Das Frühstück im gemütlichen Innenhof mundete köstlich. Die Badesachen waren schnell gepackt und ab ins Sonnenstudio. Ein letztes Mal wollten wir Shelly Beach aufsuchen, bevor wir wieder die Heimreise nach Europa würden antreten müssen.

Die kurze Wanderung zum Strand war von Blumen aller Art gesäumt. Ein Staude mit Blättern wie ein Rhododendron barg Fruchtstände wie Pfaffenkäppchen - nur in den Farben gelb orange und nicht in pink orange. Hibiskusblüten gab es in gelb, rot, rosa und orange in allen größen und Ausführungen von einfach bis dreifach gefüllt. Die Blüten der Plumeria übertrumpften alle anderen Blumen mit ihrem süsslichen Duft. Danach reihte sich der Duft der Engelstrompeten, die ganze Häuserfronten überwucherten. So große Pflanzen habe ich noch nie gesehen.

Am Strand angekommen, suchte sich wieder jeder sein Plätzchen - ich im Schatten der Palme, die anderen im natürlichen Sonnenstudio erste Reihe fussfrei. Ich verbrachte den Vormittag abwechselnd mit schauen, lesen und schlafen. Um die Mittagszeit gesellten sich Eva und Stefan zu mir und später auch Peter. Als die Sonne ganz hoch am Himmel stand und das Thermometer auf über 30 Grad anstieg, suchten auch die anderen im Schatten der Palme zuflucht. Das Plätzchen war so schön, dass man es zum Kartenspielen nutzen konnte. Nur der Duft nach frischen Kaffee konnte das Spiel unterbrechen. Beim Kaffeetratsch waren alle sehr still. Jeder dachte wohl schon darüber nach, wie er alle Habseeligkeiten im Koffer gewichtsmäßig verstauen würde. Eva und Stefan würden schon um fünf Uhr morgens vom Flughafentaxi abgeholt werden. Sie mussten ihren Flug nach Brisbane erreichen. Dort würden sie noch einige Tage verweilen, bevor sie nach Neuseeland fliegen würden.

Eva hatte auch für Ute, Seppi, Verena und Peter ein Flughafentaxi bestellt. Hertha und ich würden mit der Fähre und dem Zug zum Flughafen fahren, um nochmals einen Blick auf die Skyline von Sydney mit der Oper und der Harbour Bridge werfen zu können. Aber es war noch zu früh, uns mit solchen Gedanken zu beschäftigen. Wir wollten einfach noch ein bisschen Sonne tanken, um dem langen Winter in Österreich besser überstehen zu können. So machte ich ein Mittagsschläfchen, das etwas länger dauerte. Erst als die Sonne verschwand, ließen wir das Paradies hinter uns. Wir hatten schöne und erholsame Stunden in der geschützten Shelly Bay mit den Krautkopfpalmen verbracht.

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Den Abend zuvor hatten sich Verena, Eva und Stefan eine Pizza geholt und diese beim Pockern im Hotel verzerrt. Den letzten Abend jedoch wollten wir mit einem gemeinsamen Abendessen feiern. Da eigentlich alle noch einmal ein gutes Steak essen wollten, beschlossen wir, wieder in das Steyne Hotel einzukehren. Jeder fand ein Steak in passender Größe auf der Speisekarte. Wieder war das Lokal voll. Anscheinend ist bekannt, dass man dort gut essen kann. Auch die Portionen waren so, dass niemand hunrig vom Tisch aufstehen würde. Heute würde auch niemand durstig vom Tisch aufstehen. Peter war schlauer geworden und hatte sich gleich zwei Gläschen Wein bestellt, dann musste er sich nicht nochmals ans Ende der Schlange stellen.

Irgendwie waren alle ausgelassen und zu Späßen aufgelegt. Natürlich wollten wir auch nochmals beim Eisman zuschlagen und jeder mixte sich ein Eis mit Zutaten nach seinem Geschmack. Beim anschließenden Schaufensterbummel fiel Peter's Blick auf ein Bild in Aboriginal Kunst und Hertha interessierte sich für ein Digeridoo in spielbarer Größe. Beide wollten ihre Entscheidung nochmals überschlafen. Am nächsten Vormittag hatten wir ja noch Zeit für ein paar Einkäufe. Den Abend beschlossen wir in unserer gemütlichen Pension in unserer netten und schon so vertrauten Runde. Zu Hause würde es nicht mehr möglich sein, einen lauen Abend auf der Terrasse zu verbringen. Wir mussten uns schon wieder auf kühlere Temperaturen vorbereiten.

Nur Eva und Stefan würden noch zwei Monate Wärme in Neuseeland und anschließend in Thailang genießen können, bevor sie wieder nach Europa zurückkehren würden. Von ihnen mussten wir uns verabschieden, denn sie würden schon am frühen Morgen vom Flughafentaxi abgeholt werden. Die Beiden würden wir erst bei der Osterjause wiedersehen. Ich freute mich zwar schon sehr auf zu Hause, doch beneidete ich sie um das Erlebnis, Silvester beim Feuerwerk über Sydney verbringen zu können.

Posted by Fegoesoz 11:05 Archived in Postcards | Australia

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